Adventskranz selber machen

By |2018-08-12T15:18:24+00:0029. November 2016|Mama|1 Comment

Weihnachten steht vor der Tür und der Duft von Zimt, Glühwein und Kerzen liegt überall in der Luft. Doch Weihnachtszeit ist auch Bastelzeit. Dieses Jahr bastele ich meinen Adventskranz selber.

Die Idee dazu hatte ich schon letztes Jahr als der gekaufte Adventskranz ausgedient hatte und in den Müll wanderte. Den ganzen dekorativen Kram auf den mehr oder weniger echten Tannenzweigen einfach wegwerfen? Ha, ich heb den einfach bis nächstes Jahr auf und bastele mir dann selbst einen wunderschönen Kranz.

Soweit die Idee. Die Umsetzung war dann eine andere Sache, die auf den ersten Blick gar nicht so einfach schien. Wo bekomme ich das Grünzeug her? Wie binde ich die dann eigentlich zusammen? Hält das? Was brauch ich noch, um am Ende etwas Vorzeigbares in den Händen zu halten, das obendrein nicht nach dem ersten Anzünden in Flammen aufgeht?

Ich habe vor ein paar Tagen das Experiment Adventskranz gestartet und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Wenn du jetzt denkst, dass ich total der Bastel-Profi bin, kann ich dich erleichtern – wenn ich das hinbekomme, bekommst du das locker leicht hin 😉

Was du brauchst

Das wichtigste zuerst: Zweige. Ob das nun Tannen-, Kiefer-, Fichten- oder sonstige Zweige sind, ist erstmal vollkommen egal und unterliegt letztlich deinem persönlichen Geschmack. Das Grün findest du im Wald oder dem Garten deiner Eltern. Hast du nicht so viel Glück, dann kannst du spezielle Zweige direkt im Baumarkt deines Vertrauens im Austausch gegen ein bisschen Bares erwerben.

Wenn du schon dort bist, vergiss nicht die restlichen Utensilien, falls du sie nicht schon daheim rumliegen hast: Myrtendraht zum Zusammenbinden der Zweige, vier Kerzenhalter, Deko, ggf. eine Heißkleberpistole, eine Gartenschere und natürlich vier Kerzen deiner Wahl.

Sämtliche Utensilien für einen Adventskranz auf einen Blick.

Adventskranz binden

Los geht’s! Die Grundlage eines jeden Adventskranzes ist selbstverständlich der Ring aus Zweigen. Ich habe mir lange überlegt, wie man das am besten macht, damit es am Ende ein schöner Kreis wird. In diversen Drogerie- und Baumärkten gibt es hierfür eine Lösung in Form von Styropor- oder Strohrohlingen.

Ich habe mich allerdings dafür entschieden keinen Rohling zu herzunehmen. Ich bin eben ein Optimist! Wer etwas perfektionistischer ist als ich, kann neben dem Rohling auch einen Wassereimer als Hilfsmittel nehmen und die Zweige rundherum binden.

Wie auch immer du es machst, du musst die Zweige in jedem Fall zusammenbinden. Dafür brauchst du den Myrtendraht. Keine Angst! Man sieht im am Ende so gut wie gar nicht. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich den Draht einfach im passenden Farbton.

Um deinen Adventskranz zu binden, nimmst du zuerst zwei Zweige und überlappst sie ein paar Zentimeter. Möglicherweise musst du die Zweige im Voraus etwas zurechtschneiden, damit sie die gewünschte Länge und Form haben. Lege die Zweige vor dich hin und wickle etwas Draht um die überlappte Stelle, um sie zu fixieren.

Mama-Tipp: Wenn dir deine Schere lieb ist, benutze sie nicht, um den Draht abzuschneiden. Am besten eignet sich dafür ein Seitenschneider. Einfach mal im Werkzeugkasten kramen.

Zwei mit Myrtendraht verbundene Zweige.
Myrtendraht und Seitenschneider

Kranz formen

Nach 3-5 Zweigen solltest du bereits die gewünschte Länge erreicht haben, um aus der Zweigenlinie einen Ring zu formen. Wie gesagt, kannst du einen Eimer zur Hilfe nehmen. Um einen Ring zu erhalten, nimmst du einfach das Anfangsstück der Zweige und verbindest es mit dem Endstück genauso wie die einzelnen Zweige zuvor.

Nun geht es immer so weiter. Binde so viele Zweige an den entstanden Ring bis er die gewünschte Dicke und Form erreicht, die du dir vorgestellt hast. Die abstehenden Enden der Zweige kannst du dabei getrost ignorieren. Im Moment geht es nur um die Formung des Kranzes.

Bedenke bei der Dicke und Dichte des Ringes, dass dort die spitzen Nadeln der Kerzenhalter ihren Platz finden. Gerät der Kranz zu dünn, spießen die Halter den Tisch darunter auf.

Nach einer Weile und ein paar Runden Zusammenbinden hast du es fast geschafft. Jetzt fehlt nur noch die Optik und der Feinschliff. Die ab- und überstehenden Enden der Zweige bindest du kurzerhand an den Kranz. Nimm dazu deine Myrtendraht-Rolle und arbeite dich spiralförmig einmal um den Ring und befestige währenddessen alles was stört an den Kranz. Sollte immer noch etwas abstehen, schneide es einfach ab.

Mama-Tipp: Da es sich um natürliche Zweige handelt, werden die irgendwann ihre Nadeln verlieren. Hier bietet handelsübliches Haarspray Abhilfe. Einmal ordentlich von allen Seiten einsprühen. Nicht geizen 😉

Adventskranz dekorieren

Sieht doch schon ganz gut aus. Damit nun aus dem Kranz auch ein Adventskranz wird, fehlt natürlich noch der ganze Schnick-Schnack rund um rot-goldene Glitzer-Deko. Wie bereits erwähnt, war ich letztes Jahr klug und hab mir die schönsten Teile meines Adventskranzes aufgehoben. Wenn du nicht genauso verdreht wie ich bist, wirst du das nicht gemacht haben 😀

Schöne dekorative Elemente gibt es nahezu überall. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit: Drogeriemarkt, Baumarkt, Supermarkt, Tante-Emma-Laden und nicht zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt.

Setze den ganzen Stuff auf deinen Kranz und ordne es so an, wie du es gerne hättest. Damit die Deko anschließend nicht verrutscht oder durch die Wohnung kugelt, solltest du das ebenfalls befestigen. Dafür kannst du nochmals den Draht benutzen oder spezielle Metal-Halterungen. Da ich aber ein Fan von Sauerei bin, bevorzuge ich eine Heißkleberpistole.

Inspiration und Schritt für Schritt Anleitung für die Dekoration eines Adventskranzes.

Lange Rede, kurzer Sinn. Gestalte deinen Adventskranz, wie er dir gefällt. Übrigens verleiht etwas Haarspray der Deko etwas Glanz und setzt somit das Funkeln des Kerzenscheins perfekt in Szene.

Uns bleibt dann nur noch übrig, dir eine schöne Adventszeit zu wünschen und zu hoffen, dass dir das Licht des Adventskranzes Wärme schenkt und dich durch die dunkle Klausurvorbereitung leitet.

Feliz navidad!

One Comment

  1. Tim 1. Dezember 2016 at 9:27 - Reply

    Hey Pascal,

    netter und interessanter Artikel und mal etwas anders im Unialltag ?.
    In diesem Sinne ebenfalls: Feliz Navidad ?!

    Schöne Grüße

    Tim

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