24-Stunden Diät vs. Low Carb

2018-08-12T15:11:49+00:0013. September 2016|Categories: Ernährung|0 Comments

In 24 Stunden 2 Kilo abnehmen…

Das verspricht die neueste, wissenschaftlich geprüfte Diät.

Wie soll das gehen? In kürzester Zeit soll eine enorme Fettverbrennung erreicht werden und der Körper wird gezwungen auf die Fettreserven zurückzugreifen. Selbst weniger Trainierte werden mit der Methode regelrecht zu Fatburnern. Ja, da gebe ich tatsächlich zu: Wenn ich sowas les, rast mein Puls gleich mal auf 180 und ich werde glatt neugierig. Genau deshalb habe ich mal genauer recherchiert. Dabei bin ich gerade bei Diäten, ungeheuer kritisch. Abnehmen kann gar nicht so einfach sein!! Ganz und gar ohne Jojo-Effekt? Auf Dauer? Naja… Daran glaube ich noch nicht.

Also wie genau soll das denn überhaupt funktionieren? Hier haben wir eine kleine Anleitung für euch herausgesucht:

Erster Tag, abends:

Die Diät startet mit einem sportlichen Intensivtraining. Damit der Kohlenhydratspeicher geleert   wird und auf Fettverbrennung umgestellt wird. Gut ist Ausdauersport geeignet, wie Joggen oder Schwimmen.

Wichtig ist, vorher mindestens zwei Stunden nichts mehr zu essen. Nach dem Sport gibt es dann ein eiweißreiches Abendessen. Beispielsweise Lachs im Spinatbett, Lachs im Päkchen mit Schafskäse, Tomaten und Basilikum, gebackener Schafskäse, Käse Lauch Suppe mit Hackfleisch und ähnliches.

Danach darf man mindestens 7 Stunden schlafen, gerne länger! (Den Part finde ich persönlich super ☺ )

Zweiter Tag, morgens:

Den ganzen Tag über dürfen Frauen nicht mehr als 800 Kalorien zu sich nehmen, gestaffelt in drei Mahlzeiten. Der zweite Tag startet mit einem wieder eiweißreichen Frühstück, z.B. Rührei mit Schinken. Danach muss man sich noch einmal eine Stunde sportlich auspowern.

Zwischen allen Mahlzeiten sollten circa vier Stunden liegen.

Mittags kann man sich beispielsweise eine Hähnchenpfanne und abends ein Rindercarpaccio essen. Während der Diät-Phase muss mindestens 2,5 Liter Wasser getrunken werden.

SO UND DAS WARS?!?!?!?

Ein Tag der alles ändern soll? Ganz ehrlich: wie weit bringen mich denn diese 2 Kilo voran? Es wird mich keiner darauf ansprechen, ob ich denn abgenommen habe und wie ich das geschafft habe. Meiner Meinung nach ist diese Diät nur was fürs Gewissen und am nächsten Tag gönnt man sich wieder Brötchen, Nudeln und die heiß ersehnten Süßigkeiten.

Allgemein sind wir viel zu sehr darauf getrimmt eher auf „weniger-Fett-Lebensmittel“ zurückzugreifen. Denn jeder denkt: Wenn ich Fett esse, werde ich auch fett. Das ist Käse! (Was für ein schönes Wortspiel – bin immer wieder neu von mir überrascht)
Vielmehr sollte man darauf achten, weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Damit beim Gang ins Fitnessstudio der Körper nicht erstmal alle Kohlenhydratreserven verbrennen muss, sondern gleich auf das Fett zurückgreift.

Low-Carb ist neuerdings eines der populärsten Schlagworte im Kampf gegen sein Übergewicht. Hier nimmt man nicht schnell ab, wie es viele andere Diäten versprechen, sondern nimmt auf Dauer ab! Das wünschen wir uns doch alle? Besser gesagt soll man nur darauf achten, was genau man isst. Ich persönlich setze zur Zeit auf Low-Carb und nehme das gar nicht als Diät wahr, sondern als neue Lebenseinstellung. Das fängt beim Einkaufen an. Ich schau durch die Regale und bevor ich das Produkt in den Einkaufswagen lege, spitze ich nochmal kurz auf die Kohlenhydrattabelle. Echt erschreckend, dass beispielsweise Cornflakes 70g KH hat. Von Nudeln, Gummibärchen, Nutella und co will ich gar nicht erst sprechen. Echt! Tut euch das nicht an! Das ist pure Folter! War nur ein kleiner Scherz, mir geht’s gut mit der Diät.

Aber dazu später mehr.

Vorher mal allgemeines Blabla:

Kohlenhydrate gehören neben Fett und Eiweiß zu den drei Makro-Nährstoffen in Lebensmitteln. Alle Kohlenhydrate bestehen aus länger- oder kürzerkettigen Zuckermolekülen. Unser Körper braucht sie tagsüber dringen, um Gehirn und Muskulatur mit Energie zu versorgen.

Frischer Fisch Markt
Schinken Käse

Zu viele Kohlenhydrate machen dick! Gelangen die Kohlenhydrate in die Blutbahn, schüttet der Körper Insulin aus. In dieser Phase verwertet der Körper den Zucker im Blut als Energielieferant, danach greift er auf die Glykogenreserven aus Leber und Muskeln zurück. Und danach erst auf die Fettreserven. Wie vorhin bereits versucht zu erklären. Wer also ständig Kohlenhydrate isst, verhindert die Fettverbrennung.

Diäten, die wir empfehlen im Vergleich:

Atkins Diät

Diese Diät gilt als strengste Low-Carb-Diät. Sie ist vierphasig aufgebaut. In der ersten Phase, diese dauert eine Woche, darf man nur 20g KH pro Tag essen. Hier verliert man ganz viel Gewicht. Das ist bereits mit einem Salat mit Tomaten und co. erreicht. Die letzte Phase wird auch lebenslange Erhaltungsdiät genannt. Man muss versuchen, die KH-Menge herauszufinden, in der man grad noch abnimmt.

Logi-Methode

Schwankungen des Blutzuckerspiegels und Insulinspiegels sollen verhindert und damit der Fettabbau gefördert werden. Kohlenhydrathaltige Lebens-mittel wie Gemüse, Salate, die meisten Früchte sind erlaubt. Die anderen sollten gemieden werden. Dazu reichlich Fleisch, Milchprodukte und Nüsse.

Montignac-Methode

Das ist die Feinschmecker-version der Low Carb-Diäten. Auch hier werden Kohlen-hydrate, wie bei der Logi-Methode nach ihrem glykämischen Index ausgewählt. Günstig sind die Lebensmittel, die eine langsame und niedrige Reaktion des Blutzucker-spiegels auslösen. Erlaubt sind viele Gemüsesorten, Milchprodukte, aber auch dunkle Schokolade. Verboten sind Kartoffeln, weißer Reis, Chips, Weißbrot und natürlich Zucker. Diese Diät ist in zwei Phasen aufgeteilt.

Mein persönliches Fazit dazu:

Ich hatte damals ganz viel recherchiert.. Gesucht was am Besten für meinen Körper ist, was langanhaltend ist und am Besten sollte es auch wissenschaftlich bewiesen sein. Und daraufhin habe ich mich persönlich für die Atkins Diät entschieden. Ich sag euch ganz ehrlich: Die erste Phase, somit die erste Woche war eine Qual! Ich habe jeden Morgen Eier gegessen mit Bacon. Ich hatte so schnell die Schnauze davon voll. Aber der Blick auf die Waage hat es mir wieder versüßt. Mittlerweile esse ich wieder ganz abwechslungsreich und es schmeckt super. Mal gibt es Joghurt mit Obst zum Frühstück. Mal gibt es Fisch, Lowcarb-Pizza oder gebackenen Schafskäse zum Mittagessen. Mir persönlich macht die Diät Spaß! Aber egal für welche ihr euch entscheidet, seht es keinesfalls als strengen „Abnehmplan“ an. Versucht euch damit anzufreunden. Ihr müsst die Diät immerhin auf Dauer machen. Sucht euch ganz viele Rezepte raus, die ausgewogen und abwechslungsreich sind. Macht einen wöchentlichen Essensplan, damit ihr seht wann es was zu essen gibt. Und am wichtigsten: Schnappt euch jemanden, der diese Diät auch mitmachen will. Gerne. Von sich aus. Am besten eure/n Mitbewohner/in, den ihr jeden Tag seht. Nehmt euch die Zeit zum Kochen… Und zum Abspülen. Das ist das schrecklichste an der Diät. Kann mir denn keiner eine Spülmaschine (und den Platz dazu in meiner Küche) sponsern?!? Mittlerweile stufe ich mich eher der Logi-Methode ein. Ich esse auch mal Himbeeren, Erdbeeren einen Apfel oder ähnliches. Allerdings esse ich dieses bewusst.

Also schnappt euch ein Maßband… Messt euren Bauch-, Taillen- und Oberschenkelumfang – überlegt euch ab wann ihr euch denn wohlfühlt – sucht euch ein paar Rezepte aus – und meldet euch im Fitnessstudio an… Denn ohne Sport geht es leider doch nicht.

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