Stunden und Tage verstreichen ohne sichtbaren Fortschritt. Die Vorlesungen finden zwar statt, aber ohne dich. Bett und Couch haben dich schon als Teil von ihnen anerkannt. Die einzige Anstrengung ist die automatische Abschaltung des Fernsehers zu verhindern.

Ich hasse es, wenn man in dieses Tief fällt. Die Motivation tanzt mit Cocktail und Sonnenbrille nackt auf einer Blumenwiese. Und dann noch diese Gewissensbisse: Ich müsste jetzt die Wohnung putzen. Die Vorlesung ist eigentlich schon hilfreich. Mach ich das jetzt? Geh ich in die Vorlesung? Aber faul rumliegen und nichts tun, ist so viel einfacher.

Du kannst mir glauben – diese Gedanken habe ich fast täglich. Doch ich habe mir ein paar einfache Tricks angeeignet, mit denen ich mich selbst motivieren kann und am Ende des Tages doch etwas erreichen konnte. Ich zeige dir, wie auch du dich ganz einfach selbst motivieren kannst.

Gedankenspiele

Auch Versagensängste bei Haus- oder Studienarbeiten solltest du ganz einfach ausblenden. Du schaffst das schon. Du hast etwas drauf, denn du bist ja nicht dumm. Du wirst sehen, was positive Gedankenspiele alles bewirken können.

Überleg dir doch einfach mal, ob es wirklich so schlimm ist, die Vorlesung zu besuchen oder die Wohnung zu putzen. Was ist genau das Schlimme? Aufstehen und Bewegung? Es gibt echt schlimmere Sachen, die dir passieren können. Versuche aus den negativen Gedanken positive Gefühle zu machen. Das gelingt dir, indem du der bevorstehenden Unannehmlichkeit etwas Positives abgewinnen kannst oder du sie durch etwas Erfreuliches abschwächen kannst. In der Vorlesung siehst du beispielsweise deine Kommilitonen und das Putzen macht eventuell sogar Spaß mit dem richtigen Putzmittel sowie mit der neuesten Musik-Playlist.

Auch Versagensängste bei Haus- oder Studienarbeiten solltest du ganz einfach ausblenden. Du schaffst das schon. Du hast etwas drauf, denn du bist ja nicht dumm. Du wirst sehen, was positive Gedankenspiele alles bewirken können.

Organisation und Struktur

Hast du dich erstmal aufgerafft und gehst positiv an die Sache ran, kommt es vor, dass dich der riesige Umfang der Aufgabe wieder zurückwirft. Die Motivation ist dann wieder ganz schnell im Keller. Doch soweit darfst du es nicht kommen lassen. Hört sich leichter an als getan – immerhin warst du gerade noch faul und wolltest gar nichts machen. Und jetzt gleich alles?

Eben nicht! Solltest du vor einer Aufgabe stehen, die sich über Stunden erstreckt oder verschiedene To-do‘s in sich verbirgt, hilft dir ein einfacher Tipp: Zerlegen und Strukturieren

Fall nicht gleich mit der Tür ins Haus. Sieh dir die Aufgabe genauer an und zerlege sie in einzelne Teilaufgaben. Wenn du diese Liste jetzt noch nach Priorität oder zeitlichen Abläufen strukturierst, hast du eine chronologische bzw. gewichtete Aufgabenliste zum Abhaken. Und glaub mir: Jeder Haken ist eine Genugtuung!

Konzentration und Fokussierung

Soweit so gut, aber wirklich etwas geleistet wurde trotzdem noch nicht. Ok, aufraffen und Teilziele formulieren sind schon ganz nett und besser als nichts. Die Anfangsmotivation mag auch noch da sein, aber sie aufrechtzuerhalten ist eine andere Sache. Das Schlagwort, das uns alle früher oder später heimsucht ist Ablenkung.

Ablenkungen begegnen uns ständig. Gerade in nicht selbstbestimmten Umfeldern wie in der Bibliothek verschwindet die Motivation zum Lernen ganz schnell hinter witzigen Katzenvideos und hochinteressanten Gesprächen von oder mit Kommilitonen. Im äußersten führt das zu gänzlichen Motivationsverlust und du verfällst in die gutbekannte Prokrastination – also die sogenannte Aufschieberitis.

Was kannst du also tun, um die Motivation aufrechtzuerhalten? Konzentrieren und fokussieren!

Du musst deine Umwelt einfach so gut es geht selbstbestimmen. Leg dein Smartphone weg und schalte es mindestens stumm. Seiten wie YouTube und Facebook sind tabu. Immer wenn deine Gedanken abschweifen, halte kurz inne und fokussiere dich wieder auf deine Aufgabe.

Vielen fällt das vermutlich schwer. Als kleine Hilfe gibt es die Pomodoro-Technik, die die Arbeitszeit in Konzentrations- und Pausenphasen einteilt. Dafür kannst du dir einen Timer stellen und die Phasen in 25 Minuten Arbeit und 5 bis 10 Minuten Pause aufteilen. Noch einfacher macht es dir tomato-timer.com.

Belohnungen

So! Schon einmal ganz schön was geschafft, obwohl der Tag schon auf dem Sofa verplant war. Zeit für eine Belohnung.

Das ist nicht nur wichtig, um sich auch einmal etwas zu gönnen, sondern um die Motivation vor oder während der Konzentrationsphase zu steigern. Wer kennt das nicht? Nochmal zwei Seiten schreiben, auch noch den Ofen putzen, noch eine Vorlesung. Pushe dich selbst mit etwas Positiven. Was dich glücklich macht, weißt du selbst am besten. Sag es dir innerlich vor: „Ok, das noch und dann belohne ich mich mit …!“

Du wirst schnell einen gewissen Durchhaltewillen entwickeln und die nächste oder letzte Teilaufgabe unbedingt schaffen wollen. Halte dir auch immer dieses Erfolgsgefühl vor Augen, am Ende des Tages etwas geschafft zu haben.

Ziele

Mit diesen Tipps wirst du dich ganz schnell selbst motivieren und deinen Alltag produktiver gestalten können. Doch auch mir passiert es öfter als mir lieb ist, dass ich den Faden verliere und mich der Rest der Welt einfach einmal … in Ruhe lassen kann 😉

Die Antwort auf diese letzte aber schwerwiegende Motivationskrise lautet Ziel. Egal vor welcher Aufgabe du dich drücken möchtest, es dient einem höheren Zweck. Du putzt die Wohnung, um dich wohl zu fühlen. Du gehst in die Vorlesung, um den Stoff zu verstehen und die Prüfung zu bestehen. Du schreibst die Studienarbeit, um in deinem Studium voranzukommen. Und du studierst, weil du mit deinem Abschluss bessere Berufsaussichten sicher hast. Am besten mit einem Schnitt, der sich sehen lassen kann. Der kommt auch nicht von alleine zustande, also motiviere dich selbst!

Versuche deine Ziele nie aus den Augen zu verlieren.