Eine Präsentation vorzubereiten kann einem schon einmal den Schweiß auf die Stirn jagen. Allein der Gedanke an den bevorstehenden Stress löst unangenehme Gefühle und Ängste aus. Trotzdem ist es alles andere als ein Hexenwerk.

Doch zurück auf Anfang.

Jeder steht früher oder später vor einer Präsentation. Dem einen begegnet sie schon in der Schule, dem anderen im Studium, wieder anderen in der Arbeit vor Vorgesetzten. Man kann sie als notwendiges Übel ansehen oder als eine Herausforderung betrachten. Doch so unterschiedlich die Rahmenbedingungen auch sein mögen, alle Präsentationen haben eine gemeinsame Eigenschaft: Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wenn auch du eine Präsentation vorbereiten musst, kannst du einfach unseren 5-Schritte-Plan befolgen, um eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Präsentation zu legen.

Schritt 1: Das Thema

Manchmal ist man in der glücklichen Lage das Thema der Präsentation selbst zu bestimmen. Bei der Auswahl zählen allerdings keine Argumente wie „Hört sich einfach an“ oder „Kurzer Titel, genau meins“. Bitte mache nicht den Fehler, anzunehmen, dass sich hinter einfach und kurz definierten Themen die geringste Arbeit verbirgt und die Vorbereitung auf die Präsentation von ganz alleine läuft.

Es gibt nur eines, was deine Auswahl beeinflussen sollte: deine Interessen.

Man wird dir beim Präsentieren anmerken, dass du Spaß am Thema hast. Auch die Inhalte und Erklärungen zu den speziellen Punkten deiner Präsentation werden tiefgehender sein. Die Fragen von Professoren und Kommilitonen sind ebenfalls kein Problem.

An dieser Stelle wirst du mehr als nur Zweifel an meinen Vorhersagen haben. Doch die Arbeitsweise und Motivation bei einem interessanten Thema ist deutlich effektiver als bei einem trockenen und nervigen Thema. Dazu brauche ich auch keine wissenschaftliche Quelle. Wenn du deine Augen schließt und dir vorstellst, eine Präsentation über dein Hobby oder deine Leidenschaft halten zu dürfen, sollte dir sofort einfallen, was du alles erzählen könntest. Was fällt dir aber zu diesem Thema ein: Einfluss von Mephistopheles auf das Drama und dessen Auswirkung auf die Gesellschaft.

Damit wäre das wohl geklärt! *Mic-Drop*

Schritt 2: Recherchieren

Ob du dir das Thema nun aussuchen kannst oder nicht, ist jedoch spätestens mit Erreichen von Schritt 2 unwichtig geworden. Du hast dein Thema und musst es bald präsentieren. Also nichts wie rein in die Bibliothek oder ins digitale, allwissende und nichts vergessende Netz.

Im Optimalfall hattest du schon einmal etwas mit deinem Thema zu tun oder weißt sogar schon recht gut darüber Bescheid. Das erleichtert dir natürlich die Recherche. Je nach Aufgaben- bzw. Fragestellung der Präsentation musst du nun so viele Quellen finden wie möglich.

Doch natürlich ist nicht jedes Buch und jede Internetquelle für dein Thema geeignet. Sortieren und Aussortieren heißt im Moment die Devise. Typische Fragen, die du dir beim Durchlesen stellen musst sind:

  • Betrifft mich das?
  • Beantwortet das die Fragestellung meines Themas?
  • Passt das zum Thema oder geht das zu weit?
  • Hilft mir das weiter?
  • In welcher Form könnte das hilfreich bei meiner Präsentation sein?

Schritt 3: Inhalte strukturieren

Nun siehst du langsam, ob das Thema etwas hergibt und genug Input für deine Präsentation liefert. Verschaffe dir einen groben Überblick. Reicht das, um deine Präsentation zu füllen? Wenn nicht, zurück zu Schritt 2.

Du sitzt also vor den ganzen Quellen und Informationen. Das sieht nach einer riesigen Menge Arbeit aus. Doch eins nach dem anderen. Du musst erst einmal Ordnung in die Sache bringen. Das Stichwort heißt Struktur. Nachdem du dir ja bereits einen groben Überblick über die Inhalte deiner Quellen verschaffen hast, hast du auch eine ungefähre Ahnung, was dort drinsteht. Falls es dir schwerfällt, Zusammenhänge zwischen den ganzen Inhalten herzustellen und daraus eine Präsentation zu basteln, hilft dir die folgende Anleitung:

Hol dir einen großen Zettel und erstelle eine Mindmap. Nach einem kurzen Brainstorming sollte das Blatt Papier mit sehr vielen Begriffe versehen sein. Jetzt geht es ans Eingemachte –  raus mit den Buntstiften. Damit suchst du nun Begriffe, die in irgendeiner Weise zusammenpassen. Diese kennzeichnest du mit einer Farbe, Begriffe mit einer anderen Zusammengehörigkeit bekommen eine andere Farbe.

Am Ende solltest du je nach Thema und Umfang einige unterschiedliche Wortgruppen sortiert nach Farben haben. Diese Gruppen bekommen nun von dir einen Oberbegriff. Durch diese Kategorisierung hast du die Oberpunkte für dein Thema gefunden. Wenn du die Oberpunkte jetzt noch in eine sinnvolle Reihenfolge bringst und einen roten Faden darin entdecken kannst, steht die Gliederung für deine Präsentation. Herzlichen Glückwunsch!

Schritt 4: Das richtige Medium wählen

Das Gerüst steht. Der rote Faden ist gespannt und die Inhalte hast du auch schon nach Oberpunkten gegliedert. Jetzt ist es an der Zeit deine Präsentation mit Leben zu füllen und auszuarbeiten. Nach der Vorarbeit sollte das kein Problem darstellen.

Jedoch bleibt die Frage nach dem Medium. Mit Tafeln, Overhead-Projektoren, Flipcharts, Whiteboards oder Präsentationssoftwares wie Microsoft Powerpoint steht dir die Welt der Präsentationstechnik weit offen. Oft wird Studenten nahegelegt die Medien während einer Präsentation vielseitig einzusetzen. Ich persönlich finde das aber eher störend. Als Verfechter der Powerpoint-Präsentationen greife ich meistens auf Laptop und Beamer zurück. Praktisch ist allerdings ein Medium wie Tafel, Flipchart oder Whiteboard, um Schlagwörter niederzuschreiben, die bei Erklärungen oder beim Gespräch mit dem Auditorium fallen.

Bei diesem Punkt hat jeder seine eigenen Vorlieben. Statt Powerpoint kannst du auch mal Prezi ausprobieren. Damit lassen sich erstklassige Visualisierungen erstellen, ist jedoch nicht so bedienerfreundlich wie vergleichbare Microsoft-Produkte.

Schritt 5: Die Generalprobe

Es ist vollbracht. Das Thema ist bearbeitet und bereit vor Kommilitonen und Professoren präsentiert zu werden. Damit am großen Tag das Gelächter über peinliche Fehler und Missgeschicke ausbleibt, solltest du den Vortrag bereits einige Tage vorher durchgehen. Und ich meine nicht nur daheim vor dem Spiegel, sondern auch vor Ort im Hörsaal oder Konferenzzimmer. Natürlich musst du keine peinliche Vorstellung vor leeren Rängen zum besten geben. Es reicht, wenn du in Gedanken die Gliederungspunkte durchgehst und die vorhandene Technik überprüfst. Nichts wäre schlimmer als ein nicht funktionierender Overhead-Projektor am Präsentationstag.

Ist auch Schritt 5 abgehakt, kannst du dich zurücklehnen und brauchst dein Thema nur noch vortragen. Denn du hast die perfekte Präsentation geschaffen!